Teneriffa im Winter

Teneriffa im Winter

So manch einer der Feriengäste ist abends dankbar, dass er ja sowieso in einer Winterjacke angereist war. Abends wird es auch auf Teneriffa etwas frisch. In den Küstengebieten haben wir aber auch im tiefsten Winter nicht weniger als 12 Grad Celsius Nachttemperatur.


Einige unserer Gäste fassten es einmal so zusammen:
Im Winter auf Teneriffa ist es wie an einem Lagerfeuer. Von vorne hast du die schönste warme Sonne bis zu 30 Grad Celsius und im Rücken die dicke Decke, um dich nicht zu verkühlen. Im Schatten ist es doch merklich kühler, aber nicht unangenehm.
Sobald du dich höher als 300m vom Meeresspiegel befindest, merkst du auch deutlich die angenehme, kühle Herbst- und Winterluft, die auch ganz anders riecht als in den Sommermonaten.

Wie immer solltest du auf meiner Lieblingsinsel Teneriffa mit allen Eventualitäten rechnen, also auch mit den verschiedenen Klimazonen.

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Starke Wellen in Punta de Hidalgo/Küstenweg nach dem starken Wellengang

Mit Sonnenschutz eincremen ist auch im Winter Pflicht, damit du nicht von einer Tagestour mit Sonnenbrand zurückkommst!
Speziell in La Laguna merkst du auch an den Bäumen und den kühleren Temperaturen die verschiedenen Jahreszeiten. Sobald die Sonne untergeht, wird es kühl und die Auslagen der Geschäfte mit Winterkleidung und Stiefeln finden ihre Berechtigung. Ab dem Zeitpunkt schmecken auch die heißen Esskastanien umso besser! Für Glühwein ist es aber selbst in La Laguna nicht kalt genug!
Die Touristen belächeln oft die Einheimischen, die in Stiefeln, Schal und Mütze überwiegend am Wochenende auf den Promenaden der Urlaubsorte flanieren. Diese Menschen kommen aus Höhenlagen herunter, wo diese Kleidung benötigt wird. Bei herrlichstem Sonnenschein in den Küstenabschnitten beobachten sie die badenden Gäste in den Meeresschwimmbecken und am Strand, wohlwissend, dass es bei ihnen daheim nicht so wunderbar warm ist, auch nicht in der Sonne. Wir befinden uns auf Teneriffa auf einer der Inseln des ewigen Frühlings.

Auf Teneriffa ist in den Herbst- und Wintermonaten immer der Zwiebel-Look angesagt.

So kann man sich in jeder Klimazone der Insel entweder in der Wärme entblättern oder in kühleren Lagen wieder angenehm einkuscheln in die wärmere Kleidung.

Korrekt, ich übertreibe maßlos. Einer meiner besten Freunde läuft Sommer wie Winter zu Hause nur mit T-Shirt und kurzer Hose herum. Allein vom Anschauen fange ich dann immer gleich an zu frieren. Wenn ich frage, ob ihm denn nicht kalt wäre, bekomme ich höchstens zur Antwort, dass es heute ein wenig frisch wäre. Er fühle sich aber warm genug angezogen. Um Himmels willen! Ich glaube, er besitzt noch nicht mal ein Unterhemd! Ist es noch kühler, sieht man ihn ab und zu mit langen Hosen oder Jeans. Fährt er allerdings Richtung La Laguna, hat auch er eine Jacke im Auto, die er oben angekommen dann auch überzieht. Da reden wir aber von einer leichten Übergangsjacke- mehr nicht!

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Teide mit dem ersten Schnee/El Medano

Wenn es mal regnen sollte, ist das nicht weiter schlimm. Auf Teneriffa regnet es zwar heftig, doch der Regen kommt in „Huschen“ daher. Also brauchst du nur in einem Café abzuwarten, bis es wieder aufgehört hat zu regnen. Dann kannst du wieder bis zur nächsten „Husche“ spazieren gehen. Es kommt wirklich selten vor, dass es mal einen Tag durchregnet. Nach den „Huschen“ kannst du oftmals sogar wieder die Sonne genießen.

Diese Monate sind natürlich himmlisch für alle, die gerne wandern.

In den Wintermonaten sind die Wanderwege immer so gut frequentiert, dass man sich fast wundert, dass sich auf den Wanderwegen keine Staus bilden durch die vielen verschiedenen Wandergruppen.
Nervig wird es für die einheimische Bevölkerung im Besonderen, wenn die Wanderführer auf dem Rückweg der Wanderung die Titsabusse regelrecht für ihre Gruppe kapern und rücksichtslos den Canarios so den Platz im Bus wegnehmen. In den öffentlichen Bussen dürfen nur so viele Fahrgäste aufgenommen werden wie Sitzplätze zur Verfügung stehen.

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Winterimpression von Tegueste

Der sehr ruhige und manchmal zu verständnisvolle Canario von Teneriffa kennt diese Art der rücksichtslosen Ellenbogen-Gesellschaft der Nordeuropäer nicht. So wartet dann der Inselbewohner stoisch auf den nächsten Bus und bekommt vielleicht Ärger mit seinem Chef, weil er mal wieder zu spät zum Dienst erscheint.

Ein Vorschlag für die Rückfahrt der Wandergruppen von mir persönlich:
noch eine halbe Stunde in einer schönen typischen Bar/Cafeteria mit den Wandergästen einkehren, um danach gelassen zum Busbahnhof in La Laguna zu gehen, wenn der Berufsverkehr am Busbahnhof sich ein wenig gelegt hat und auch genügend Platz in den Bussen für alle bleibt. Sowohl für unsere Gäste auf Teneriffa wie auch für die Insulaner.

Das war jetzt keine Übertreibung! Ich habe es am eigenen Leib zu spüren bekommen, als ich in den Wintermonaten einige Male den Bus nach Puerto de la Cruz benutzt habe, um abends meinen Dienst zu beginnen! Das war regelrecht unheimlich! Ich konnte mich auch selber nur in den Bus schmuggeln, weil ich ja auch deutsch aussehe und musste mir dann noch von der Wanderführerin einen bösen Kommentar anhören, als ich meinen eigenen Bonobus in den Automaten steckte. Ich fand dieses Verhalten sehr befremdlich, da auch diese Wanderführerin Gast auf der Insel war. Ich liebe diese Insel und ihre Bewohner von ganzem Herzen und bitte nur um Fairplay – weiter nichts!

Die geführten Wanderungen sind exzellent!

In Puerto de la Cruz treffen sich viele Wanderführer morgens mit den angemeldeten Wanderern am Busbahnhof in Puerto de la Cruz und dann geht es mit dem öffentlichen Bus zu den ausgezeichneten Wandertouren dieser Insel. Die meisten Wanderführer verfügen über gute Ortskenntnisse und kennen sich auch sehr gut mit der hiesigen Vegetation aus, über die dann auf der Wanderung berichtet wird. Wenn du da alleine langläufst, fehlen dir solche Informationen.
Ich habe die geführten Wanderungen immer sehr genossen, weil ich viele Dinge erfahren habe, die mir bis dato nicht bekannt waren. Schade, dass ich solche schönen Ausflüge leider nicht mehr persönlich wahrnehmen kann.

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Tegueste/Kletterwald im Esperanzawald

Bei den angebotenen Wanderungen stehen auch immer die voraussichtliche Dauer und der Schwierigkeitsgrad dabei, sodass du dir bereits im Vorfeld die für dich geeignete Tour aussuchen kannst. Ich habe mich immer für leichte und moderate Wanderungen entschieden, da ich damals nur an meinen sehr begrenzten freien Tagen an diesen Veranstaltungen teilnehmen konnte. Da musste ich mir meine Kräfte gut einteilen, um die nächste Arbeitswoche auch einigermaßen erholt in Angriff nehmen zu können.

Nicht nur die Wanderer kommen auf ihre Kosten.

Du findest hier jede Art von Outdoor-Aktivitäten, vom Kletterpark im Esperanzawald über Biker-Touren, Moutainbike-Touren, Gleitschirmfliegen als Tandem, Wanderreiten im Norden Teneriffas und vieles mehr. Lass dich einfach inspirieren und buche dir eine schöne Tagestour!

Eine Bitte dazu: mach viele schöne Fotos und schenke sie mir mit einem kurzen Bericht, wann und wo du die Aufnahmen gemacht hast, damit ich darüber einen neuen blog-Artikel schreiben kann. Oder noch besser: wenn du Lust hast, veröffentliche ich auch gerne deinen Bericht als Gastartikel auf unserer Seite.

Genieße weiter deinen Urlaub. Ich wünsche dir viele glückliche und sonnige Stunden auf Teneriffa!

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