Punta del Hidalgo-Geheimtipp für Surfer

Punta del Hidalgo-Geheimtipp für Surfer


Punta del Hidalgo befindet sich auf einem auslaufenden Landstrich der Atlantikküste nordwestlich des Anagagebirges „Macizo de Anaga“, die älteste Bergformation der Insel.

In La Punta, wie es die Einheimischen auch nennen, leben seit 2015, laut Angaben des Instituto Nacional de Estadisticas, 2544 Menschen. Das Dorf verfügt über zwei Hotels, ein Appartementhotel und einen repräsentablen Campingplatz direkt an der Küste. Die Durchschnittstemperatur wird mit 21 Grad Celsius angegeben. Hier herrscht Küstenvegetation vor und wird durch Pflanzen wie Tabaibas, Cardonales, Tarajales und Palmen ergänzt. Auch bestehen hier unten noch einige Bananenplantagen.

Direkt von der Küste aus beginnen die Aufstiege nach Chinamada oder El Batán, Dörfer, die hoch oben im Mercedeswald liegen. Angegeben werden die Aufstiege mit 2 ½ bis 3 Stunden. Das mag auf geübte Wanderer zutreffen. Als „Gelegenheitswanderer“ rechne lieber mit guten 4 Stunden. Das ist wesentlich realistischer.

Konzentrieren wir uns mehr auf die Küste. Bereits vor Punta del Hidalgo befindet sich der Strand der Einheimischen, el Arenal. Dieser Strand ist sowohl von Bajamar als auch vom Hafen von Punta del Hidalgo nur zu Fuß über die Wackersteine direkt an der Küste zugänglich und es wird vor Steinschlag in dieser Zone gewarnt. Für die Einheimischen kein Thema. Als Tourist ohne einheimische Begleitung raten wir von diesem Abenteuer ab. Genauso den Surfern empfehlen wir, sich erstmal bei den „locals“ nach der Strömung und Meerestiefen und ähnlichem zu erkundigen. Im Winter hast du hier absolut starke Wellen, aber nur die Profis kommen unbeschadet und mit geilem Bildmaterial wieder ans Ufer zurück. Wenn du gerne in dieser Zone surfen möchtest, aber noch nicht so sicher bist auf dem Board, empfehlen wir dir ein oder zwei Übungseinheiten bei der von uns ausgesuchten Surfschule zu besuchen. So bist du, deine Sicherheit betreffend, auf der richtigen Seite. Die meisten Lehrer sind auch in dieser Zone aufgewachsen, weshalb du mit ihrem Wissen absolut save bist.

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Noch vor dem Ortseingangsschild treffen wir auf den „Kopflosen“. Dieses Denkmal wurde zu Ehren der Folkloregruppe Los Sabadeños gebaut, deren Chormitglieder ursprünglich alle aus Punta del Hidalgo stammten. Diese Folkloregruppe ist auch heute noch über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

 

Wir fahren jetzt erstmal der TF13 bis zum letzten Punkt nach und lassen dort folgende Legende auf uns wirken:

Wie nach der Sage die „dos hermanos“ entstanden sind:

Es waren zwei junge Menschen, die total verliebt ineinander waren. Sie erzählten sich gegenseitig ihre Geschichten aus der Kindheit, sie lernten sich kennen und lieben. Eines Tages im Sommer konnten sie nicht mehr widerstehen und gaben sich am „playa de troche“, der durch seine Abgeschiedenheit schon lange ein heimlicher Treffpunkt für Verliebte war, ihrer Leidenschaft hin. Umarmt und in völliger Stille sahen sie sich gegenseitig voller Liebe und Zuneigung an und genossen den Moment des Glücks. In diesem Moment der Stille unterhielten sie sich über eine alte Geschichte, die davon handelte, dass zwei Kinder zu Waisen wurden und durch Adoption von zwei verschiedenen Familien aufgezogen wurden. Die Adoptiveltern erzählten ihrem Adoptivkind, dass es noch einen Bruder beziehungsweise eine Schwester hatte, den es eines späteren Tages kennen lernen würde und anhand eines in zwei Teile geschnittenen Tuches als Schwester und Bruder identifizieren könnte. Jedes der Geschwister hatte ein Stück dieses Tuches. Noch während das Liebespaar über die Geschichte sprach, fingen beide an zu weinen und wünschten sich, niemals von der Geschichte gehört zu haben. Nachdem sie ihre beiden Tuchhälften verglichen hatten, war es eindeutig: Sie waren diese beiden Waisen. Diese Erkenntnis ließ sie vor Scham und Schock erstarren. Die Geschwister stiegen unter Tränen über ihr Schicksal auf den Gipfel des Berges. Am Gipfel angekommen sahen sie sich ohne Worte intensiv an und sprangen beide in die Tiefe, um ihrem Leben und ihrer verbotenen Liebe ein Ende zu setzen. Die Wellen des Meeres umspielten die leblosen Körper des Liebes- und Geschwisterpaares am Fuße des Berges am Strand, wo sie noch immer in einer Umarmung zu liegen kamen. Just in diesem Moment verdunkelte sich der Himmel. Es brach direkt über dem Gipfel dieses Berges ein noch nie dagewesenes Unwetter mit starkem Donner und Blitzen los. Man konnte gerade meinen, dass das Unwetter den Schmerz des Liebespaares und deren Verlust des Lebens untermauern wollte. Während dieses starken Gewitters teilte sich der Gipfel des Berges in zwei Teile.

Seit dieser Zeit kennt man diesen Berg als „Risco de los dos hermanos“. Diese Sage wird bis zum heutigen Tage von Generation zu Generation weitergegeben.

Wir fahren jetzt auf der TF13 wieder zurück und sehen rechts einen Gebäudeteil aus einer anderen Zeit. Hier erinnert eine Tafel an die Zeiten der Eroberung der Insel durch die Spanier.

Ein Stück weiter sehen wir die Hauptkirche „San Mateo“ des Ortes. Hier wird im September zu Ehren des Heiligen ein Fest veranstaltet. An der Apotheke fährst du rechts ab und gelangst immer der Straße nach wieder ans Meer und die Promenade von Punta del Hidalgo. Hier parkst Du dein Auto und kannst einen kleinen Spaziergang nach links zum kleinen Meeresschwimmbecken machen und dich dort erfrischen. Folgst du hier der Promenade und steigst die Treppe hinauf, befindest du dich schon am Hafen. Dort, wo im Sommer die kleinen Fischerboote vertäut liegen, um nachts hinaus zu fahren. Tagsüber finden hier auch Surfstunden statt. Auf dem Rückweg gelangst du am Ende der Promenade zum Schwimmbad der Appartementanlage, die auch gegen Entgelt von Besuchern genutzt werden kann, die nicht dort wohnen. Hier kannst du von Juni bis Oktober in den Bars der Gartenanlage spektakuläre Sonnenuntergänge beobachten. Für uns gibt es keinen schöneren Platz dafür.

Folge dem Weg weiter und du lernst die Haus-und Hofstrecke der Jogger und Läufer dieser Gegend kennen und natürlich den Lieblingsbadeort der Bevölkerung im Sommer. Hier findest du lauter kleine Buchten, die du mit deinen Freunden und Familie für einen tollen Tag am Meer nutzen kannst. Bis zum Leuchtturm sind es circa 20 Minuten, wenn du spazieren gehst. Weiter in diese Richtung existiert noch ein Schwimmbad mit Meeresschwimmbecken und noch ein Stück weiter, nach der nächsten Kurve, gelangst du zur Kapelle „San Juanito“. Bis zur Kapelle und zurück hast du eine schöne Strecke direkt an der Küste entlang. Dort die Wellen zu beobachten, ist jedes Mal ein neues Erlebnis! Du triffst dort auf Angler, Surfer, Badende und auch „Wilde Camper“, die von den Behörden geduldet werden…
Auf dem Rückweg kannst du in einer der vielen Bars einkehren und den Tag mit der Betrachtung des Sonnenuntergangs ausklingen lassen.

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